Ich wünsche allen besinnliche Weihnachtstage
und einen guten Start in das Jahr 2018!

Mittwoch, 4. März 2015

Stars und Sternchen auf der Kleinkunstbühne


Ist Ihr Garten trist und kahl, bevor Stauden und Sträucher austreiben? Das muss nicht sein. Die vielgestaltige Welt der Frühjahrsblüher präsentiert unter dem kahlen Geäst von Bäumen und Sträuchern, auf dem Rasen und im Hintergrund der Staudenbeete einen Garten zum Niederknien. Und das dürfen Sie ruhig wörtlich nehmen. Denn die zierlichen Blüten der Zwiebelgewächse und frühen Stauden lassen sich am besten aus nächster Nähe betrachten.

Die Frühstarter sind ohne Frage die Schneeglöckchen, die mit ihrer pflanzeneigenen Heizung sogar Schnee und Eis durchwachsen. Schon bald folgen Winterlinge, Krokusse und Märzbecher. Schneestolz, Blausternchen, Traubenhyazinthen und Hasenglöckchen steuern blaue Farbbänder bei. Alle vier lassen sich wunderbar verwildern und mit Buschwindröschen und Scharbockskraut zu einem fröhlichen Bild kombinieren. Die nickenden Blüten der Schachbrettblumen auf ihren filigranen Stielen, Lenzrosen und Narzissen ergänzen das Bild. Nicht zu vergessen Netziris und Strahlenanemonen, die nicht nur im Steingarten eine gute Figur machen.

Als Kombipartner der Zwiebelgewächse eignen sich Lungenkräuter, Lerchensporn, Gedenkemein, Primeln, Himmelsschlüssel, Vergissmeinnicht und natürlich Veilchen, die schon im März ihren unwiderstehlichen Duft verströmen.

Am wohlsten fühlen sich Frühlingsblüher im lichten Schatten von Gehölzen und eignen sich damit ideal als Unterpflanzung frühjahrsblühender Sträucher und Bäume wie Felsenbirne, Zierkirsche, Zaubernuss, Kornelkirsche, Weide, Pfeifenstrauch und Schneeball sowie entlang einer Hecke. Möchten Sie Zwiebelblumen in Ihre Beete pflanzen, bedenken Sie, dass das vergilbende Laub stehen bleiben muss, damit die Zwiebeln Kraft für das kommende Jahr sammeln können. Setzen Sie deshalb die Zwiebelblüher in den hinteren Bereich Ihrer Pflanzungen, wo sie nach der Blüte von den austreibenden Stauden schon bald verdeckt werden.

Krokusse, Schneeglöckchen, Narzissen und Camassia lassen sich aber auch wunderbar im Rasen oder auf einer Blumenwiese verwildern. Bei Narzissen wirkt es am natürlichsten, wenn Sie die Zwiebeln auf den Rasen werfen und dort einpflanzen, wo sie landen. Schneeglöckchen lasen sich am besten durch Teilung im blühenden oder gerade verblühten Zustand vermehren und verpflanzen.

Alle Zwiebelblumen wachsen am liebsten ungestört und reagieren beleidigt auf allzu rigoroses Jäten mit der Harke. Besser ist es, dort, wo sich die Frühlingsblüher vermehren sollen, mit der Hand zu jäten, um die Zwiebeln nicht zu verletzen und Sämlinge zu schonen. Setzen Sie Zwiebelblumen in Gruppen und seien Sie dabei nicht kleinlich. Die zierlichen Gartenbewohner wirken nur in der Masse.

Wenn Ihr Garten noch etwas Farbe braucht und Sie das Setzen der Zwiebeln im Herbst versäumt haben, statten Sie der nächsten Gärtnerei einen Besuch ab. Dort sind vorgetriebene Zwiebelblumen erhältlich, die sich nach den schlimmsten Frösten wunderbar in den Garten setzen lassen und jedes Jahr wieder blühen.

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